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30.10.09 10:40
Stromkunden zahlen 8 Mrd. Euro mehr für Erneuerbare Energien

By ROLAND SCHMIED

2010 steigt die Förderung auf 12 Mrd. Euro



Essen, 30. Oktober 2009 – Innerhalb eines Jahres ist die EEG-Belastung für die Stromkunden um über 75% dramatisch gestiegen. Das macht eine umfassende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) dringend notwendig, so der VIK – die Interessenvertretung der industriellen und gewerblichen Energiekunden. Ab 2010 beträgt die neue bundeseinheitliche EEG-Umlage für Stromkunden 2,047 Ct/kWh (20,47 Euro/MWh). „Im Vergleich zum Großhandelspreis für Strom 2010 von derzeit knapp 50 €/MWh bedeutet das: Die Erneuerbaren verteuern inzwischen die Ware Strom um gut 40%. Eine kaum mehr zu schulternde Belastung!“ so VIK-Geschäftsführerin Dr. Annette Loske.

Warum dieser starke Anstieg? Die durch die Einspeisung von EEG-Strom vermiedenen Kosten für den Kauf konventionellen Stroms sind wegen der niedrigeren Strompreise in der Wirtschaftskrise gesunken. Bleiben also höhere Zusatzkosten der Erneuerbaren, die gleichzeitig auf die rückläufige Stromabsatzmenge verteilt werden müssen. So steigt die spezifische Belastung pro Kilowattstunde Strom von 1,16 auf 2,047 Ct/kWh. Insgesamt kommen so über 12 Mrd. Euro Kosten – bezahlt von den Stromkunden – über ihre Rechnungen im Jahr 2010 zusammen. Das sind gegenüber 2009 effektive Mehrkosten von über 8 Mrd. Euro. „Der EEG-Reformbedarf geht weit über das Bisherige hinaus. Die Vergütungssätze müssen dringend auf den Prüfstand, um eine höhere Effizienz der Förderung zu erreichen und die Kosten für die Verbraucher zu senken. Auf einem auskömmlichen Ruhekissen züchtet man keine wettbewerbsfähigen Technologien.“ so die VIK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Annette Loske weiter.

Der VIK informieren u.a. hierzu bei seiner Jahrespressekonferenz am kommenden Mittwoch, 04.11.2009 in Berlin, Haus der Bundespressekonferenz um 9:30Uhr


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