Abschlussbericht der Expertenkommission für Erdgas und Wärme vorgelegt: Jetzt kommt es auf eine schnelle und zielgenaue Umsetzung an.

Berlin, 31. Oktober 2022 – Die Expertenkommission für Erdgas und Wärme hat heute mit ihrem Abschlussbericht einen umfangreichen Plan zum Umgang mit den aktuellen Energiekostensteigerungen vorgelegt. Der VIK – Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft begrüßt die vorgenommenen Anpassungen und Weiterentwicklungen seit der Vorlage des Zwischenberichtes. Viele Forderungen und Anmerkungen, welche durch den VIK für die energieintensive Industrie vorgebracht wurden, finden sich in dem aktuellen Papier wieder.

Christian Seyfert, Hauptgeschäftsführer des VIK erläutert den vorliegenden Abschlussbericht: „Die Kommission benennt die richtigen Punkte und bietet gute und praxisnahe Lösungsvorschläge für die Bundesregierung. Jetzt kommt es darauf an, dass die Vorgaben schnell, unbürokratisch und zielgenau umgesetzt werden. Es ist wesentlich, dass die Hilfen zeitnah bei den betroffenen energieintensiven Unternehmen ankommen.“

Bei den Empfehlungen der Kommission ist besonders die unmittelbare Hilfe ab dem 1. Januar 2023 ohne ein weiteres Antragsverfahren zu begrüßen. Darüber hinaus bewertet der VIK die Förderung von Prozesswärme und die umfangreiche Förderung von wärmegeführten KWK- Anlagen als positiven Schritt. Zusätzlich setzt die Ankündigung von Investitionen in transformative Maßnahmen, wie Großwärmepumpen, vielversprechende Akzente.

Der VIK verwies in vergangenen Stellungnahmen wiederholt auf die Notwendigkeit, marktliche Aspekte in die Lösungsansätze einfließen zu lassen. Daher wird von Seiten der Industrie der Erhalt von Einsparanreizen als positiv bewertet. Insbesondere die Erwähnung der Stromnetzentgeltverordnung zeigt, dass die Notwendigkeit für einen lösungsorientierten Umgang mit der sogenannten 7.000-Stunden-Regel erkannt wurde. Hier fordert der VIK seit Beginn dieser akuten Energiekrise schnelle Abhilfe und eine vorübergehende Aussetzung, um keine Fehlanreize für einen höheren Energieverbrauch zu setzen. Weitere Verzögerungen sind nicht vermittelbar.