Kostenentlastungen für energieintensive Unternehmen zeigen erste positive Wirkungen!

Nach Jahren zwischen Hoffnung und Stilllegung fährt Hydro Aluminium seine Produktion wieder hoch – eine Entwarnung für energieintensive Unternehmen insgesamt ist das aber nicht.

Nach Jahren zwischen Hoffnung und Stilllegung fährt Hydro Aluminium seine Produktion wieder hoch – eine Entwarnung für energieintensive Unternehmen insgesamt ist das aber nicht.

„Die Wiederinbetriebnahme der stromintensiven Aluminiumhütte in Neuss zeigt, dass die Entlastung der stromintensiven Unternehmen im Zeichen echter Wettbewerbspolitik richtig ist. Dies ist ein wesentlicher Beitrag für den Erhalt breiter Wertschöpfungsketten in Deutschland“, so Dr. Annette Loske, Hauptgeschäftsführerin des VIK, der Interessenvertretung industrieller und gewerblicher Energiekunden in Deutschland. „Allerdings bedeutet es keine Entwarnung für alle stromintensiven Unternehmen. Aber: Eine Energie- und Umweltpolitik, die die finanziellen Möglichkeiten auch solcher Unternehmen nicht überfordert, für die Energie wichtigstes Produktionsmittel ist, ist ein gutes Zeichen für den Industriestandort Deutschland. Daher gebührt all jenen Politikern, die sich für diese gute Sache auch gegen große Widerstände eingesetzt haben, große Hochachtung und aufrichtiger Dank“, so Dr. Loske weiter.

Trotz der Entlastungen für energieintensive Unternehmen finanziert jedes dieser Unternehmen mit Millionen Eurobeträgen die deutsche Energiewende und trägt dazu bei, die CO2-Minderungsziele im Rahmen des EU-Emissionshandels zu erreichen. Vor diesem Hintergrund sehen wir das Wiederanfahren eines großen Teils der Primäraluminiumproduktion in Neuss als Erfolg, der auf vielen Schultern ruht: Der Durchhaltewillen des Unternehmens und seiner Mitarbeiter nach drei Jahren experimenteller Produktion auf Sparflamme war die Grundvoraussetzung. Mit der räumlichen Nähe verschiedenster Fertigungsstufen rund um den Standort Neuss können neben Know-how auch Kostenvorteile genutzt werden, die die im Energiebereich bestehenden Kostennachteile in gewissen Grenzen ausgleichen können. Ob es aber der Politik gelungen ist, auch energieintensiven Unternehmen insgesamt in der Energiewende eine Perspektive am Standort Deutschland zu geben, bleibt offen.

Und auch das Unternehmen selbst macht deutlich: das „Eis“, das nun dem Unternehmen die Wiederinbetriebnahme ermöglicht ist dünn. Bestehende und für die Zukunft eingeplante Kostenentlastungen sind und bleiben das notwendige Fundament für diese mutige Unternehmensentscheidung. Hoffen wir, dass noch weitere folgen mögen.