Weitere hohe Belastungen für die Verbraucher von Erdgas

Aktualisiert am 19.08.2022

Berlin, 18. August 2022 Mit den heute durch Trading Hub Europe (THE) bekannt gegebenen weiteren Umlagen, kommen auf die Letztverbraucher von Erdgas ab 01. Oktober weitere Kostensteigerungen zu.

Die steigenden Energiekosten werden für die Industrie und den Mittelstand zu einer kaum tragbaren Belastung. Insbesondere für Unternehmen, die die gestiegenen Kosten nicht weitergeben können, sind diese Belastungen in Verbindung mit der Montag bekanntgegebenen Gasumlage und den generell gestiegenen Gaspreisen existenzbedrohend, sagt Christian Seyfert, Hauptgeschäftsführer des VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft.

Mit diesen zusätzlichen Abgaben auf jede verbrauchte Kilowattstunde Erdgas wachsen die Gesamtumlagekosten weiter an. Damit steigt der Gaspreis allein durch die diese Woche verkündeten Umlagen und Entgelte je nach Verbraucher um über 3 Cent. Ohne Entlastungen für die besonders getroffenen Branchen wird der Wirtschaftsstandort Deutschland großen Schaden nehmen. Eine gezielte Unterstützung und vor Allem schnelle Entlastungen sind jetzt das Gebot der Stunde, erläutert Seyfert.

Der VIK bekräftigt seine Forderungen um die Einführung der Montag bekannt gegebenen Gasumlage: Es müssen jetzt umgehend geeignete Instrumente genutzt werden, um insbesondere exportabhängige und energieintensive Unternehmen zu entlasten. Einen geeigneter Rahmen für solche Maßnahmen bietet das Energiefinanzierungsgesetz (EnFG). Darüber hinaus sollten direkte Stabilisierungsmaßnahmen nach § 29 EnSiG genutzt und die Kosten der Gasersatzbeschaffung durch Haushaltsmittel gegenfinanziert werden. Ergänzt werden können diese Maßnahmen durch Kreditangebote für betroffene Unternehmen, um so ein aus unserer Sicht erforderliches Hilfspaket zu schnüren.